Maccagno con Pino e Veddasca - Samstag, 20. Juli 2024

D Die Ausstellungen

Gino Moro (1901/1977). Die wunderbare Zeit am See

Gino Moro (1901 / 1977). Die wunderbare Zeit am See

Wissenschaftliche Mitarbeit: Sergio Baroli e Federico Crimi

Die Ausstellung im Civico Museo "Parisi Valle" beleuchtet die intensive Verbindung von Gino Moro (1901-1977) mit der Stadt Luino und deren Umland: eine tiefe Beziehung verband den Maler mit Orten, aber auch Gesichtern, denen er von den 1940er Jahren bis in die letzten Tage des Jahres 1977 immer wieder begegnete. Der Mailänder Gino Moro hat seine Palette zweifellos auf die lichtdurchflutete Landschaft am lombardischen Ufer des Lago Maggiore abgestimmt und sie wiederholt aus verschiedenen Perspektiven gemalt: in Luino die „mythische", platanengesäumte Viale Dante, die Kirche San Pietro in Campagna, die „Rotonda". Diese Orte standen in jenen Jahren im Zentrum der Erinnerungen und literarischen Reflexionen von Piero Chiara (1913-1986) und Vittorio Sereni (1913-1983) und waren nur wenige Schritte entfernt von Moros Atelier im obersten Stockwerk des ehemaligen Grand Hotel Simplon, direkt am See und dem Segelverein. Die Einwohner von Luino schätzten den Maler und sammelten seine Ölbilder und Pastelle, die nun das Herzstück einer Ausstellung bilden, die den künstlerischen Weg dieses bedeutenden Vertreters der „lombardischen Linie" der Kunst des 20. Jahrhunderts nachzeichnet.
Gino Moro begann sein Kunststudium bei Ambrogio Alciati an der Akademie von Brera. Später unterrichtete er abwechselnd an der Freien Schule für Aktzeichnen, einem Abendkurs an der Brera, und am Kunstgymnasium der Ursulinen in der Via Lanzone in Mailand. In dieser Zeit fand sein Werk Anerkennung auf nationaler Ebene: 1930 gewann er auf der 18. Biennale von Venedig den ersten Preis in der Kategorie Junge Künstler; Juryvorsitzender war Adolfo Wildt. Im Jahr 1930 gewann er den Internationalen Preis von Paris. In der Folge nahm er an vielen bedeutenden Ausstellungen teil: Quadriennali in Rom; Permanente in Mailand; Mostra d'Arte Sacra in Padua und Mostra Nazionale in Bergamo und erhielt Auszeichnungen und Preise. Im Jahr 1950 verlieh ihm die Jury der historisch-künstlerischen Gesellschaft Cesare da Sesto einen Ehrenpreis mit besonderer Erwähnung. Im Jahr 1963 erhielt er den Preis der Stadt Mailand und 1964 den Preis des A. Feltrinelli-Wettbewerbs für figurative Kunst auf der XXIII. nationalen Kunstbiennale in Mailand. Seit 1944 hatte er Einzelausstellungen in Varese, Legnano und Mailand (Galerie Gianferrari, 1964, mit einer Einführung von Giorgio Mascherpa).
Höhepunkt dieser intensiven Karriere war die Retrospektive im Mailänder Museum, ausgerichtet von Raffaele De Grada, zu der ein Artikel von Alberico Sala im Corriere della Sera erschien.
Nach seiner Heirat im Jahr 1929 mit Maria Petrini, einer Kommilitonin aus Akademiezeiten, kam er oft nach Luino. Am Ufer des Lago Maggiore fand er Freunde, Aufnahme nach der Evakuierung 1942 und aufrichtige Bewunderer unter den führenden Familien (Pedroni, Hussy und Ratti). Piero Chiara widmete ihm zwei kritische Essays: den ersten 1970 anlässlich einer Retrospektive in der Galerie Carini in Mailand, den zweiten nach seinem Tod in einer Anthologie mit Gemälden und kritischen Schriften, die 1980 in Pisa von Pacini Editore veröffentlicht wurde. 1958 zog er in eine Villa in Caldè und dann nach Castell'Arquato, wo seine Frau und er begraben sind.
Obwohl er die wechselnden Tendenzen in der Mailänder Kunstszene aufmerksam verfolgte und verschiedenen Strömungen angehörte, gelang es Moro, seine eigene Sprache zu entwickeln. Heute steht seine Figur in Mailand wieder im Mittelpunkt des Interesses. Im Jahr 2011 widmete ihm die Kunstgalerie Ponte Rosso eine monografische Ausstellung: Gino Moro mit einer Präsentation von Elena Pontiggia. Seine besondere Handschrift lebte in seinen Schüler*innen weiter: vor allem im Werk von Enrica Turri Bonacina (1917-2005).
(FEDERICO CRIMI).

„Gino Moro wird im Allgemeinen dem lombardischen 'chiarismo' zugeordnet, weil er die unter Künstlern der 1950er Jahre verbreitete Arbeitsatmosphäre teilte, doch er war vielmehr ein unabhängiger Meister. Daher (...) wird er von der Kritik immer noch wenig beachtet und ist der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Ein ungerechtes Schicksal für einen Künstler, der (...) faszinierende Werke hinterlassen hat, in denen Landschaften, Akte und Stillleben sich aus einer Palette von tiefen, gedämpften Farben, von silbrigen und kalten Blautönen entwickeln. Sie sind so leidenschaftlich, dass De Grada sich fragte (...): ‚Ist dies nicht die Vollendung der lombardischen Tradition, die durch die Scapigliatura erneuert wurde?‘"
(Chiara GATTI, Maestri d’affetti, in Luino sul Lago Maggiore, Nastro ed., Germignaga 2004).¬¬

Mit Dank an:: Atelier Turri-Bonacina, Varese; A.V.A.V., Luino; Gabriella Badi; Comune di Luino; Finaesse s.r.l., Germignaga
und an alle privaten Sammler für ihren großzügigen Beitrag

Per informazioni: + 39 0332 561202
Civico Museo “Parisi Valle”
Via Leopoldo Gianpaolo 1
21061 Maccagno con Pino e Veddasca (Va).

Einweihung am 8. Dezember um 17 Uhr

Poster (zum Vergrößern anklicken)

Locandina Gino Moro

 

Flyer (click per ingrandire)

pieghevole fronte Mostra Gino Moro

 

pieghevole interno Mostra Gino Moro

Bilder von der Ausstellung (zum Vergrößern anklicken)

 

Öffnungszeit

Freitag:
15.00 - 19.00 Uhr
Samstag und Sonntag:
10.00 - 12.00 Uhr 15.00 - 19.00 Uhr

Anfahrt

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Civico Museo Parisi Valle
via Leopoldo Giampaolo 1
21061 Maccagno con Pino e Veddasca
tel. +039 0332 561202
e-mail info@museoparisivalle.it

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